Der Dalai Lama und Tibet
Aus aktuellem politischen Anlass habe ich mich in Wikipedia zu Dalai Lama ein bisschen schlau gemacht und fasse hier möglichst pregnant und übersichtlich die Leidensgeschichte China-Tibet zusammen:
Tibet - Geschichte:
- 7. - 10. Jahrhundert:
Tibet ist eine starke Monarchie
- 10. Jahrhundert:
Die Macht der tibetischen Könige schwächt ab.
Es kommt zur Entstehung dreier Besitzformen: freier Besitz, adeliger Besitz und Ländereien buddhistischer Klöster
- 1240:
Tibet wird Teil des mongolischen Reiches
- 1578:
Wegen Verdienst, den Buddhismus in Tibet durchgesetzt zu haben, bekommt Sonam Gyatso erstmals den Ehrentitel: Dalai Lama. Im Zuge dessen wurden seinen zwei Vorgängern ebenfalls dieser Titel verliehen.
- Anfang 16. Jahrhundert:
Die Linie der Dalai Lamas werden zur politischen Führung im Land und bilden die Regierung
- 18. Jahrhundert:
China versucht sich militärisch in Tibet stark zu machen.
- 9. Jahrhundert:
In Tibet herrscht weiterhin ein feudales System. Größere Klöster besitzen die meisten Ländereien. Handel mit dem Ausland ist nur schwach vorhanden.
- um 1830 herum:
Im Vorherrschaftsrecht in Zentralasien zwischen Großbritannien und Russland versucht nun Großbritannien in Tibet politisch Fuß zu fassen. Tibet lehnt Abkommen mit Großbritannien ab, wodurch diese militärisch in Tibet einzieht.
Der 13. Dalai Lama flieht in dieser Zeit.
Durch “aufgedrückte” Verträge wurde Tibet ein Protektorat (teilsouveränes staatliches Territorium) von Großbritannien. Allerdings mischt sich Großbritannien kaum in innerliche Angelegenheiten.
- 1907:
Großbritannien, Russland und China unterschreiben ein Abkommen, in dem China eine machtpolitische Staatsverbindung zwischen China und Tibet akzeptieren. Im Gegenzug dazu soll China unter anderem Tibet militärisch schützen.
Durch politische Unruhen in China (Sturz des Kaisers) verließen militärische Truppen Chinas Tibet.
- 1949:
Die Volksrepublik China erhebt erneut Anspruch auf Tibet und zwingt die tibetische Regierung zur Unterschreibung des 17-Punkte-Abkommens. Dieses Abkommen beschließt die politische Autonomie Tibets im eigenen Land, und dass China die außenpolitischen Belangen Tibets regeln sollte. Damit versucht China, Tibet international unantastbar zu machen.
Doch schon wenige Jahre später versucht China serwohl innenpolitisch in Tibet mitzumischen, wodurch es immer wieder zur Unruhen kommt.
- 1959:
Der derzeit 14. Dalai Lama flüchtet aus Tibet nach Indien. Mit ihm flieht auch die tibetische Regierung, welche sich nun tibetische Exilregierung (CTA - Central Tibetan Administration of His Holiness the Dalai Lama) nennt.
Der Dalai Lama
- Der Dalai Lama ist der höchste weltliche Titel für Tibet und auch im tibetischen Buddhismus ein sehr hoher Titel.
- Als Dalai Lama wird ein Mensch bezeichnet, der eigentlich schon die Erlösung erlangt hat und somit ins Nirvana gehen könnte. Allerdings entscheidet sich dieser nicht dazu, sondern wieder als Mensch geboren zu werden um seine Weisheit und sein Wissen an die anderen Menschen weitergeben zu können.
- Man geht weiters davon aus, dass der Dalai Lama immer wieder geboren wird. So wird dann eine Delegation ins Land geschickt, die die Reinkaration des Dalai Lama sucht. Der wiedergeborene Dalai Lama wird einigen Tests unterzogen. So erkennt dieser zum Beispiel Gegenstände des vorherigen Dalai Lamas, oder kennt ihre Namen, usw.
Die derzeitige Reinkarnation des Dalai Lamas wurde von China entführt. Über ihn und seiner Familie ist derzeit nichts bekannt, weder über deren Befinden noch über deren Aufenthalt.
- Der derzeitige Dalai Lama versucht immer wieder, mit China zu verhandeln. Er möchte zumindest Tibet in ein autonomes Gebiet wandeln, ähnlich wie Hongkong. Doch China blockt ab und sieht den Dalai Lama als politische Bedrohung.