Männer vom Mars und Frauen von der Venus, Teil 2

Posted on Februar 25, 2008. Filed under: Philosophisches, Psychologisches | Tags: , , , , , , , , , , |

Was lässt eine Frau Frau werden? Was lässt einen Mann Mann werden?
Biologischer und gesellschaftlicher Ansatz; und deren Konflikte, wo man sich schwer tud die Dinge zu erklären.

Biologischer Ansatz:
Wenn dann die Eizelle vom Gewinner des Rennens erreicht wird, beginnt die wundersame Wandlung. Aus einer einzelnen Zelle wird ein Mensch. In den ersten Wochen ist der sich entwickelnde Mensch: Weiblich… also jetzt mal biologisch gesehen.
Genauere Beschreibung: Ab der siebenten Woche beginnt die heiße Phase der Entscheidung, ob es nun männlich wird oder nicht.
Jetzt mal sehr banal erklärt, könnte man sich das so vorstellen, als ob man den Computer neu starten würde. Während dem Vorgang des Hochfahrens ließt der Computer die vorprogrammierten Daten durch. Und dann kommt er zur Stelle im vorprogammierten Code, ob dort “Frau” oder “Mann” steht. Je nachdem, was er dort ließt, entwickelt sich die dazugehörigen Organe (Eierstock bei Frau, Hoden bei Mann).
Je nachdem, ob Mann oder Frau, werden sich bestimmte körperliche Eigenheiten entwickeln. Männer haben einen merklich höheren Haarwuchs am Körper, Frauen einen zierlicheren Knochenaufbau; um nur einen Auszug von einigen Merkmalen zu geben.

Gesellschaftlicher Ansatz:
Jetzt ist also Mann oder Frau geboren. Aber was es anziehen wird, mit was es lieber spielen wird, ist nicht vorprogrammiert. Das lernt das Kind in den ersten etwa fünf Lebensjahren. Hier werden dem Kind die Normen und Regeln der Gesellschaft aufgezwungen, bzw das Kind saugt diese Informationen mit Sicherheit zum Teil auch selbstständig in sich auf.
Man gebe einem 2 Jährigen Kind eine männliche Puppe und Gewand. Das Kind wird die Puppe nach Belieben anziehen. Und da kann es durchaus vorkommen, dass der Mann Bluse und Rock tragen wird. Dann gebe man einer 6 Jährigen eine männliche Puppe. Das Kind wird penibelst darauf achten, der Puppe nur “männliche” Sache anzuziehen. Denn schließlich tragen Männer keinen Rock und Bluse mit tiefem Ausschnitt (um es mal überspitzt zu formulieren).

Biologie Contra Gesellschaft:
- Jetzt wird es heikel. Wie erklärt man einen Kind Homosexualität? Schließlich ist es doch eigentlich unüblich, gegen die Natur (?), unnatürlich (?).
- Jetzt wird es heikel. Wie erklärt man einem Kind das Wesen von Lesben? Schließlich ist es doch eigentlich unüblich, gegen die Natur (?), unnatürlich (?).
- Jetzt wird es heikel. Wie erklärt man einem Kind das Wesen von pädophilen Männern?
- Jetzt wird es heikel. Wie erklärt man einem Kind, wenn Männer vergewaltigen?

Das sind jetzt alles Themen, wo die Gesellschaft in Wirklichkeit versagt, auf unterschiedliche Weise. Ich zähle noch einmal die einzelnen Punkte auf und gebe dazu meine Meinung ab:

- Homosexualität und Lesben: Wir leben in einer sogenannten “aufgeklärten” Gesellschaft. Dennoch sind diese beiden Begriffe vielerorts ein Taboothema. Und wenn man sich die Geschichte ansieht, sind diese beiden Themen ja eigentlich gar nichts neues. Homosexuelle zum Beispiel waren im alten Rom sogar sehr häufig anzutreffen.
Für mich interessant: Wie kommt es dazu, dass ein Mann einen anderen Mann liebt? Ich könnte mir vorstellen, dass dies vor allem auch hormonell zurückzuführen sein könnte. Homosexuelle und Lesben sprechen hormonell halt auf das gleiche Geschlecht. Für sie sind die Reize des eigenen Geschlechtes reizvoller. Ich habe übrigens sowieso eine sehr schräge Theorie dazu: Ich glaube nämlich, dass jeder Mensch von beginn seiner Geburt an durchaus empfänglich auch für das gleiche Geschlecht ist, und dass eher gesellschaftliche Faktoren dann der alles entscheidende Faktor ist, für was man sich entscheidet.
Aber es ist nur eine Theorie, es würde mich aber wirklich einmal interessieren, ob man diese Thematik biologisch beantworten kann… ich sehe es auf alle Fälle nicht als Krankheit, wie es ja auch schon oft bezeichnet wurde…

- Pädophilie und Vergewaltigung: Leider und erschreckender Weise ist dieses Thema in Österreich viel zu sehr taboo. Es gibt sehr viele Fälle, wo sich Männer an Kinder vergehen, und damit deren späteres Leben quasi vernichten. Das Kind bekommt ein Trauma, mit dem so schnell nicht fertig wird. Die Kinder wissen entweder um das schlimme Vergehen gar nicht bescheid (sie können die Tätigkeit gar nicht erfassen) oder schämen sich darüber zu reden. Noch interessanter die Frage: Wieso brauchen Männer so etwas? Wieso müssen sie sich deren Lust auf diese Art und Weise holen? Ich persönlich sehe das Vergehen an Kindern als eine der schlimmsten Formen der Aggressivität eines Mannes, nur mehr mit Triebgedanken gelenkt.
Ich glaube, das ist eine Sache, die wir Menschen von den Urmenschen haben könnten: Der Trieb, in jeglicher Form. Trieb ist zum einem wichtig, weil er für uns ein Antrieb zum Leben ist. Trieb ist aber auch aggressiv und brutal. Gerade Männer waren diesen Lebenstrieben häufiger ausgesetzt, wenn sie auf der Jagd waren. Trieb könnte man auch übersetzen mit Adrenalinausstoß. Also sprich: er bringt einem für kurze Zeit ungehäuerlich viel Kraft und auch Brutalität.
Männer, die sich an Kindern vergehen, suchen dadurch ihren unterdrückten Trieben freien Lauf zu lassen. Die Frage ist halt dann: wieso auf diese Art? Von nichts kommt nichts, dem Mann müssen sehr schlimme, schreckliche Ereignisse in seinem Leben widerfahren sein. Und in solchen Fällen, wo wir geistig damit nicht fertig werden, schlägt uns das Gehirn ein Schnäppchen: Es versucht dieses Problem zu kompensieren. Umso heftiger die schlimmen Ereignisse waren, mit einem umso heftigerem Reiz will das Gehirn entgegen wirken. Natürlich passiert das alles unbewusst, das steuert unser Hirn für uns unbewusst. Und Männer, die sich an Kindern vergreifen, scheinen damit also Probleme auszugleichen, die sie haben.
Ich habe die Theorie, dass Frauen kaum bis gar nicht zu Pädophilie und Vergewaltigung neigen, weil sie nicht in so einer aggressiven Welt leben wie Männer (Dazu aber mehr in einem anderen Teil).

Ad Conclusio:
- Es gibt eine biologische UND eine gesellschaftliche Geschlechtsdefinierung.
- Die biologische Geschlechtsdefinierung lauft nach einem Muster ab und wird von der Natur gesteuert.
- Die gesellschaftliche Geschlechtsdefinierung ist willkürlich und kann sich ändern.

Soweit wäre einmal die biologische Ansicht zwischen Mann und Frau abgeklärt. In den weiteren Teilen werde ich jetzt näher auf die gesellschaftliche Ebene eingehen. Die gesellschaftliche Geschlechtsdefinierung sagt uns, was für Rollen Frauen und Männer spielen sollten, um deren Geschlecht gerecht zu werden.

Das Thema Mann/Frau ist halt schon sehr umfangreich. Wie in diesem Text schon herausstechend, möchte ich auch auf “geschlechtstypische Probleme” hinweisen, und nicht jetzt eine bloße Aufzählung von Fähigkeiten Mann/Frau auflisten. Die Teile sollen bewusst kritisch sein und für manche eventuell auch provokant. Aber wie gesagt: Das ist gewollt. Ziel dieser Teile nochmal: Herauszufinden, worin Mann und Frau wirklich anders sind. In diesem Teil kommt schon auch eines - glaube ich - sehr gut heraus: Das Gewaltpotential des Mannes. Diese Thematik möchte ich im nächsten Teil genauer ansehen, anhand von typischen Verhaltsmustern von Männern.

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