Lügen für Kinder und Erwachsene: Magie2/ Glauben Versus Wissenschaft
Ziel dieses Textes: Nachvollziehbar machen, dass Lügen für Kinder und Erwachsene ein wichtiger Antrieb für neue Errungenschaften in Wissenschaft und Forschung sind. Außerdem im Vorhinein erklären: Unterschied zwischen Glauben und Wissenschaft. Und: das Beide wichtig sind. Das ist deshalb auch hier enthalten, weil es ja wiederum um Weltanschauung geht. Wie erklärt der Mensch sich die Realität.
Im ersten Teil des Textes gab ich einen Einstieg zu diesem Thema. Es ging darum, dass unsere EIGENE Welt ebenso voller Magie zu sein scheind wie in den Fantasy-Geschichten.
Was ist eigentlich Magie? Ich zitiere wikipedia unter dessen Eintrag zu Magie: >>Magie (von griechisch μαγεία, mageía für Zauberei, Gaukelei, Blendwerk<< So, also Blendwerk. Ja, das ist ein schöner Begriff. Wir sind also durch Magie geblendet, wir können den eigentlichen Vorgang deshalb nicht sehen.
Magie beschreibt also Dinge, dessen wir uns nicht sicher sind. Und genau das ist ein wichtiger Antrieb für die Menschen bisher gewesen (und wird es auch in Zukunft bleiben) für wissenschaftliche, technische Fortschritte.
Alles beginnt mit Ideen, Vorstellungen. Der Urmensch hat sich irgendwann einmal gerfragt: “Was ist das für ein komisch gelbliches Ding da oben? Und eines ist ganz ganz groß, und ist umringt von jede Menge kleine gelbliche Dinge.” Er wusste damals noch nicht, dass es der Mond und die Sterne sind. Aber es liegt in der Natur des Menschen, zu alles eine Erklärung zu finden. Also kam er auf Ideen á la: “Da oben, diese leuchtenden Dinge, sind die Geister unserer Vorahnen, die über uns wachen”.
Es fing also mit einer Idee an. Es gibt immer zwei Wege, sich die Welt zu erklären: die “rationale” und die glaubenstechnische Weltanschauung. Beginnen wir zuerst mit der glaubenstechnischen Variante.
Darin steckt schon ein Wort: Glauben (ich rede jetzt hierbei NICHT hauptsächlich über den reliösen Glauben, sondern eher Glauben im Allgemeinen. Natürlich ist aber der religiöse Glaube auch ein Teil des großen Begriffs: Glaube). Dazu ein Zitat aus wikipedia zum Thema Glaube: >> Das Glauben ist eine Annahme – das für Wahrhalten – eines Sachverhalts. In diesem Sinn ist der mit Abstand größte Teil unseres Wissens Glaubenswissen. Im Gegensatz zum Glauben im Allgemeinen beruht der religiöse Glaube jedoch stets auf dem Willen zum Glauben oder auf einer Suggestion.<< Der Glaube versucht auf Annahmen, die nicht weiters hinterfragt werden, die Welt zu erklären. Der entscheidende Vorteil: Es gibt daran nichts zu rütteln. Es ist so, und aus.
Die “rationale” Weltanschauung: Rational unter Anführungszeichen, weil es doch schwierig ist, was man nun als rational bezeichnen kann. Das hat dann damit zu tun, was für einem die Wahrheit ist (-> siehe meinem Beitrag: Kolumbus und die Wahrheit). Die “rationale” Herangehensweise versucht ihre Aussagen durch Daten, Experimente, usw zu beweisen, untermauern. Es werden also nicht einfach Annahmen hingeschmissen, sondern gleich nach noch Begründungen anhand Beweisen wissenschaftlicher Natura (Daten, Formeln,…). Das Entscheidenste im gegensatz zum Glaubén: Es gibt ständig Kritiker, die sagen dass etwas nicht stimmt und versuchen das mit Gegenbeweisen zu beweisen (Ich beweise jetzt dass es KEINE Atome gibt, sondern die ….). Das ist übrigens ein uraltes Prinzip in der Wissenschaft. Schon Archimedes hat Dinge bewiesen, indem er mit dem Gegenbeweis anfing und so zu seinem gezielten Beweis kam. (Terry Pratchett würde sagen: Man nehme zuerst alles Unmögliche, und ziehe davon das Mögliche ab: Übrig bleibt das Richtige).
So, lange genug abgeschweift, wieder zum Urmenschen zurück. Der Urmensch machte es so: Er begann sich die Dinge 1.) glaubenstechnisch zu erklären. Lassen wir jetzt mal das glaubenstechnische weg und gehen auf das Mystische ein. Genau das macht man heute auch noch gern, wenn man genau hinsieht. Beantworten Sie bitte die Frage: Was passiert nach dem Tod? Auf welche Art und Weiße werden Sie antworten? Keiner von Ihnen wird es mit Sicherheit rationell befriedigend beantworten können. (”Ja man verfällt zu staub.” – “Ja und was ist mit unserem Unterbewusstsein?” – “Was? Ja, *räusper*”). Andere Frage: Was ist das große Ding da oben am Himmel, das am Abend immer leuchtet? “Ja, das ist der Mond” “Aha? und was ist das?” “Ein großer Steinklumpen, der da neben der Erde herumschwirrt?” “Wieso herumschwirrt?” “Weil die Erde den Klumpen wie einen Stein anzieht” “Wieso fällt er dann nicht auf die Erde?” “Weil die Anziehungskraft genau so stark ist, dass das nicht passiert. Es findet hier …. “. Glaubenstechnisch würde ein Gespräch dann so ablaufen: “Was ist das Ding da oben am Himmel zu nachts?” “Der Mond” “Was ist das?” “Der Mond, aus und Ende. Es gibt ihn einfach. Er hat einen Grund, einen Zweck, das ist wichtig. Das ist das Entscheidenste”. Irgendwann waren einige Menschen mit dem Glauben allein nicht mehr zufrieden und begannen andere Antworten zu finden. Und sie fanden die auch.
Lange Rede, kurzer Sinn: Glauben bietet sehr gute Antworten auf den Sinn, den Nutzen. Und diese Antworten sind weitaus beständiger und länger andauernd als die der Wissenschaft. Aber es liegt in der Natur des Menschen, Dinge immer wieder zu hinterfragen. Und eben jene, bei denen der Drang dazu sehr hoch ist, begnügen sich ab einer gewissen Zeit nicht mehr nur mit dem Glauben. Sie wollen nicht mehr glauben, sie wollen es mit eigenen Augen erfahren, spüren, sehen. Sie entwickeln Ferngrohre. Plötzlich sind die Sterne keine Glühwürmer oder Götter, sondern einfach bloß Steinklumpen. Und unsere Erde ist auch ein Steinklumpen. Und man beginnt weiter zu forschen.
Magie ist sozusagen etwas, an was wir glauben. Wir wissen nicht, was passiert. Wir glauben dass etwas bestimmtes geschehen wird, wir wissen nur nicht was. Wenn wir es wüssten, dann brauchen wir nichts glauben. Denn wir WISSEN es dann ja. Also es gibt zwei Begriffe, die sehr unterschiedlich sind und nicht das Gleiche meinen: GLAUBEN – WISSEN.
Magie ist Bestandteil unserer Welt geworden. Es steht für mysteriöse Vorgänge, die wir nicht begreifen können, nicht wissen. Folglich hat es etwas mit Glauben zu tun.
Ich bin davon überzeugt, dass sowohl Glaube als auch Wissenschaft wichtig für den Menschen sind. Man braucht beides, um weiter voran zu kommen, um sich entwickeln. Daher finde ich diejenigen, die NUR Glauben in den Vordergrund stellen und diejenigen, die NUR Wissenschaft in den Vordergrund stellen, dass diese vor vielen Dingen die Augen verschließen. Man muss beide Faktoren berücksichtigen, und ein Gleichgewicht schaffen.
Eins noch zum Nachdenken, ohne dass ich meine Meinung nachschießen werde: Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Bekannten über einen guten Freund von mir, der sich selbst das Leben nahm. Ihre Meinung, wieso er es tad: Er war vom Teufel besessen.
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mfg daniel