Interview mit ehemaligen BlizzardMitarbeiter, Teil1

Posted on Dezember 21, 2007. Filed under: Allerlei-liches | Tags: , , , , , |

das folgende interview ist eine niederschreibung dessen, welches der Moderator von der Radiosendung: WoW-Nacht in der 42.Ausgabe vorspielte (homepage: www.wowszene.de)

das nun folgende Interview wurde am 19.2.2006 aufgezeichnet und wird euch präsentiert von wowszene.de und der wownacht.

 st: ja hallo liebe leute, euer stevinho für euch am microphone, ja und ich sitz hier mit einem ehemaligen Mitarbeiter von Blizzard. (…). Fangen wir einfach einmal mitdem Einstieg an. Wie bist du überhaupt zu Blizzard gekommen? Vielleicht kannst du da ja so ein bisschen deinen Einstieg beschreiben, wie du AUF Blizzard gekommen bist, dein Einstiegsgespräch, im Prinzip den ganzen Anfang.

gm: Ja, hallo alle zusammen. Ja wie bin ich zu Blizzard gekommen? Ich habe World of Warcraft schon in der Beta relativ früh verfolgt, weil ich eigentlich das Spiel an sich ganz interessant fand und hab dann auch irgendwann auf der deutschen Webseite von Blizzard festgestellt, dass sie Leute suchen, und hatte mich dann beworben; hab dann eigentlich ewig lang gar nichts gehört, und als ich dann schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, hab ich dann eine mail gekommen, dass man mich zuerst telefonisch interviewn wollte, was dann auch passiert ist. Danach gab es dann nocheinmal eine email, indem ich dann zu einem Vorstellungsgespräch nach Paris eingeladen wurde.

ste: Das ist ja jetzt schon ein bisschen in die Gespräche, Vorstellung rein. Machen wir da ruhig weiter. Wie muss man sich das vorstellen? Kommt man da in so ein großes Büro? Wie ist so ein Vorstellungsgespräch? Lang oder kurz? Vielleicht kannst du so ein bisschen beschreiben was da bei dir ablief. Wie schnell wurde die ganze Sache unter Dach und Fach gebracht? Und wie bist du da hingekommen?

gm: Wie hat das ganze funktioniert? Also auch ich bin dann eines morgens Richtung Paris gefahren. Als ich dann dort war, habe ich erst mal die ganze Zeit die Firma Blizzard gesucht, weil ich irgendwie auf den Riesenork im Vorgarten gewartet hätte oder auf die riesige Blizzardsteinkarte, die es halt leidergottes nicht gibt, für alle die da dachten, da würde ein Microsoft-Gebäude stehen. Wie hat das ganze funktioniert? Es ist halt im Prinzip eine Computerfirma wie jede andere auch. Das Vorstellungsgespräch (…) das übliche: Erzähl was von dir, wieso hast du dich beworben? Was willst du hier erreichen? Was sind deine Ziele? Was ist dein Gehalt, deine Gehaltsvorstellung? Ja, das waren so die Eckdaten generell. Dann haben sie noch den Lebenslauf angesehen, und das war es dann auch.

stev: Jetzt hast du mir in ein, zwei Vorgesprächen sehr lustig geschildert, wie das mit der Unterbringung funktioniert hat, auch eine ganz lustige Anektote. Wie läuft das da? Gibt es da ein eigenes Blizzardgebäude, wo man untergebracht ist? Warst du im Hotel? Oder haben sie für dich eine Wohnung gesucht? Wie muss man sich sowas vorstellen?

gm: Das ganze läuft folgendermaßen ab: Man bekommt dann wenige Tage später – bei mir war es knapp zwei Monate später – halt einen Telefonanruf von dem Verantwortlichen – bei mir war es ein Telefonanruf – mit: Du bist dabei, herzlich willkommen. Wie das ganze dann schließlich funktioniert hat: Man wird in einem Hotel untergebracht (…). Dort wohnt man dann vier Wochen; und in diesen vier Wochen kümmert sich dann eine Agentur darum dass man eine Wohnung bekommt. Der einzige Haken an der Geschichte ist: Da in diesem Moment jede Menge Leute anfangen, kann es da schon zu heftigen Wartezeiten kommen und das Kernproblem ist halt, Blizzard sagt: Ihr habt vier Wochen zeit, danach zahlt ihr das Hotel selbst. Der Regelfall, wohl gemerkt.

stev: Das heißt, du bist mehr oder weniger auf dich selbst angewiesen. Du musst das Hotel nach vier Wochen selbst bezahlen und mit der Wohnungssuche hat es in deinem Fall auch nicht so geklappt wie du dir das vorgestellt hast. Oder wie muss man sich das vorstellen?

gm: Was mich generell gestört hat war okey wir sind in Frankreich, aber es gab von sämtlichen Vertägen und auch rechtlichen Unterlagen die man dort unterschreiben musste keine deutsche Ausfertigung. Das fand ich insofern sehr schade, weil es bei 99% der französischen Verträge, die ich gesehen habe, es so ist, dass man es unterschreibt mit: “lö e aprowe” was soviel heißt wie: Ich hab es gelesen und ich habe es verstanden. Auf meine Anfrage ob es eine deutsche Version davon gibt, wurde mir gesagt: nein, sorry, gibt es nicht.

stev: Was du mir erzählt hast, hast du aber zum Glück eine Wohnung gefunden. Ja, dann gehen wir ein bisschen weiter. Zusammenfassend, man ist – auch was die Wohnungssuche angeht – mehr oder weniger auf sich selbst gestellt, würdest du sagen, das stimmt schon? Um das ganze nochmal abzuschließen.

gm: Um noch das ganze abzuschließen: das man vollkommen auf sich selbst gestellt ist, kann ich jetzt so nicht sagen. Natürlich wird einem geholfen. Das Problem ist meines Erachtens darin zu sehen, dass der Kreis einfach überfordet ist mit der Zahl der neuen Leute, die dort anfangen im Vergleich zu den Leuten die sich dann darum kümmern. Das heißt der Gedanke an sich ist nicht schlecht, aber die Ausführung generell ist naja, mittelmäßig.

stev: Okey, gut. Dann schließen wir den Bereich mal ab und gehen mal weiter.

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